Stavanger auf eigene Faust

Wo befindet sich das Schiff im Hafen?

Die Anker- bzw. Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe befinden sich in der Hafenbucht Vågen. Es sind derzeit vier Liegeplätze in der engen Bucht Vågen, die von Kreuzfahrtschiffen zu Spitzenzeiten genutzt werden. Vor der Stadt Stavanger können jedoch noch weitere Kreuzfahrtschiffe ankern und ihre Passagiere mit Hilfe von Tendern absetzen. Auf stavanger-havn.no, der Webseite des Hafens kann man erfahren, wo das jeweilige Kreuzfahrtschiff, also auch das „eigene Schiff“ festmachen wird.

Stavanger Hafen

Angekommen, was nun?

Wer Stavanger mal auf eigene Faust erkunden möchte, profitiert sicher von Informationen für Landausflüge und die Erkundung der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten.

Die viertgrößte Stadt Norwegens bezaubert mit einem wunderschönen Stadtbild. Norwegens markante Seiten werden in Stavanger und Umgebung bereits bei einem Stadtbummel erlebbar. Auch Landausflüge sind denkbar. Je nach Jahreszeit verändern sich die Möglichkeiten. 

In den Sommermonaten locken die Schönheiten der Natur besonders. Dazu gehört auf jeden Fall der malerische Lysefjord, der sich in der Nähe der Stadt Stavanger befindet. Der bekannte überhängende Felsen im Lysefjord, der Preikestolen ist auch ein Lieblingsziel für Wanderer, die über eine sehr gute Fitness verfügen.

Preikestolen und Lysefjord

Dieser Felsen ist ein sehr beliebter Ausflugsort und eine Ikone, die unsere Bilder über die Schönheiten des Nordlands geprägt hat. Der Felsen Preikestolen, der ein atemberaubenden Blick in die fantastische Landschaft gewährt, gehört mit zu den bekanntesten Foto Locations. Mit Hilfe neuester Technik werden, von begeisterten Besuchern, auch zunehmend beeindruckende Filmaufnahmen aus der Luft gemacht. Diese mit Drohnen erstellten Videos vom Lysefjord und dem markanten Felsenüberhang Preikestolen laden im weltweiten Netz viele Menschen zum Träumen ein. 

Wer schon in der lieblichen Stadt Stavanger ist, sollte sich das Erlebnis dieser Naturschönheit nahe zu kommen, nicht entgehen lassen. Dieser Landausflug zum Lysefjord mit dem Preikestolen wird sicher zu den unvergesslichen Momenten der Reise ins Nordland gehören. Wer diese Landschaft einmal aus der Vogelperspektive gesehen hat, ahnt die spirituelle Berührung, die dort möglich ist. Kaum jemand ist nicht von der Schönheit der Natur ergriffen.

Preikestolen

 Achtung:

Diese Touren sind auf gutes Wetter angewiesen und sollten ausgesprochen gut vorbereitet sein. Dazu gibt es einige wichtige Hinweise, auch von den norwegischen Bergrettern gegeben werden. 

Um nur einige der wichtigsten zu nennen: Wanderer sollten geeignete Kleidung tragen. Das bedeutet wasserfeste und windfeste Bekleidung. Dazu zählen keine Jeans, die, wenn sie einmal nass geworden sind, kaum trocknen können. Auch wird empfohlen eine kommplette Garnitur Wechselsachen mit sich zu führen, falls man während der Tour nass werden sollte. Das scheint ein Malheur zu sein, dass häufiger vorkommt. 

Besonderer Augenmerk sollte auf geeignetes Schuhwerk gelegt werden. Das bedeutet richtige, möglichst eingetragene Wanderschuhe – keine Turnschuhe. Die Wanderung wird überwiegend als anspruchsvoll beschrieben. Wer also Erfahrungen hat und wer wirklich richtig fit ist – nur zu und frisch gewagt. Weniger erfahrenen Wanderern wird geraten sich einer Gruppe anzuschließen, das ist sicherer für jeden Einzelnen. Für alle gilt: genügend Proviant und ausreichen Wasser 2 bis 3 Liter mit sich zu führen. 

Es ist außerdem wichtig, für die Planung und Durchführung der Wanderung, unbedingt auch noch bei Tageslicht vom Berg zurück zu kommen. Das Gelände ist bei einbrechender Dunkelheit leider unberechenbar. Falls der Wanderer bemerkt, dass er seine körperlichen Kräfte überschätzt hat, sollte er lieber rechtzeitig umkehren – das sei keine Schande, beschwören die Rettungskräfte. Denn es gilt immer: Sicherheit geht vor.

Vielleicht auch interessant: Einige der Menschen, die diese Tour gemacht haben, wünschten sich, sie hätten eine Kopfbedeckung und einen Schal dabei gehabt, denn die Temperaturen und das Wetter, oben auf dem Berg, sind manchmal ganz anders, als es unten am Startpunkt der Tour war. 

Wichtig: Proviant und Kleidung zum Wechseln gehören in einen wasserfesten Rucksack. Dazu kommen Pflaster, eine Stirnlampe für den Fall der Fälle. Wetterwechsel oder aufkommender Nebel in der Bergregion ist nicht selten. Außerdem braucht der Wanderer die Hände frei, um sich streckenweise an den Halteketten festhalten zu können. 

Teilweise soll es glitschige, nasse Stellen auf der Tour geben, bei denen man ins Rutschen kommen kann. Mit einem roten Buchstaben „T“ ist der Weg markiert. Diese Zeichen befinden sich beispielsweise auf Steinen am Wegesrand. Jeder der dort auf eigene Faust unterwegs ist, sollte besonders darauf achten, um sich nicht zu verirren.

Manchmal sind diese Wegzeichen nicht gut erkennbar, deshalb wird zu besonderer Achtsamkeit geraten. Wer diese Hinweise ernst nimmt und sich gut vorbereitet auf den Weg zum Gipfel macht, kann die Tour genießen. Alle. die sich erfolgreich nach oben begeben haben, werden mit grandiosen Aussichten belohnt.

Für alle, die auf Nummer sicher gehen möchten: Vor Ort kann auch eine geführte Wanderung gebucht werden. Für Kinder ist diese Bergtour eher nicht geeignet. Aber Ideen und Informationen für ein gelungenes Landausflugsprogramm in Stavanger gibt es noch reichlich.

Ausflüge

Welche Sehenswürdigkeiten bietet die Umgebung des Anlegehafens und wie kann man sie vom Hafen aus erreichen?

Erkundungen der Stadt lieber auf Schusters Rappen oder mit einer Stadtrundfahrt?

Der pulsierende Hafen Vågen punktet mit maritimem Flair. Stadtrundfahrten unter der Bezeichnung „hop-on hop-off“ gehören in Stavanger zum Angebot für Besucher. An der Touristeninformation geht es los. An insgesamt zehn Haltepunkten kann man auf dieser Route aussteigen.

Ein Bus kommt im 30 Minuten-Takt an jeder der ausgewiesenen Haltestellen vorbei. Vor Ort gibt es die Tickets für die „hop-on hop-off“ Stadtrundfahrten in Stavanger. In acht Sprachen insgesamt, darunter auch in Deutsch, gibt es während der Fahrt Informationen zu den Gegebenheiten vor Ort. Darüber hinaus bietet der Veranstalter kostenfreies Wi-Fi an Bord. Vorab können Tickets auch bei der Firma Viator geordert werden.

Für alle, die es nicht ins Weite zieht, gilt: Viele Sehenswürdigkeiten können in der Stadt bequem zu Fuß erreicht werden. Rund um den Hafen gruppiert sich das Zentrum von Stavanger. Am Strandkaien Nr. 61 hat die Touristeninformation ihr Quartier. Dort bekommen Besucher alle gewünschten Informationen und Karten.

Am Hafrsfjord cirka 5 Kilometer vom Hafen entfernt befinden sich die „Sverd i Fjell“ die berühmten „Schwerter im Felsen“. Dieses Kunstwerk erinnert an die Schlacht des Jahres 872 welche der Wikingerkönig Harald Hårfagre (was Schönhaar bedeutet) gewonnen hatte und damit das Land einigte.

Per pedes durch Gamle Stavanger

Der Stadtteil, am Westufer des Hafens Vågen gelegen, bietet sich für eine Erkundung an, wenn man für den Charme von historischen Holzhäusern empfänglich ist. Der Name des Stadtteils kann mit Alt Stavanger übersetzt werden. Die Häuser im historischen Stil sind in einem weißen Farbton gehalten. Sie werden zum Wohnen, aber auch als Geschäfte genutzt. Sie beherbergen ebenfalls einige Kunsthandwerker mit ihren Werkstätten. Aus dem 18. Jahrhundert sind insgesamt 173 weiße Häuser erhalten worden.

Das Norwegische Konservendosenmuseum befindet sich im Zentrum des Stadtteils in der Øvre Strandgate 88. Das alte Zollamt „Gamle Tollbod“ liegt in Richtung Hafen.

Auf der anderen Seite der Hafenbucht ist das Viertel um die Øvre Holmegate mit vielen farbenfrohen Häusern direkt ein Kontrast dazu. Es laden Cafés zum Aufenthalt ein und viele Geschäfte zum Stöbern.

Wer möchte, kann noch seinem Rundgang ausdehnen und den Weiher „Breiavatnet“ besuchen. Er bietet inmitten der Stadt reichlich Raum für Ruhe und Erholung.

Bootstouren zum Lysefjord

Ausflugsschiffe legen regelmäßig von Stavangers Hafen aus zu Bootstouren zu dem über 40 km langen und bis zu erstaunlichen 500 m tiefen Lysefjord ab. Hohe und in einigen Bereichen der Strecke senkrecht abfallende Steilwände ziehen können während der Fahrt vorbei.

Der berühmte Felsen Predigtstuhl „Preikestolen“ taucht auf, nachdem etwa ein Viertel der Strecke mit dem Boot zurück gelegt wurde. Er gehört zu den Sehenswürdigkeiten Norwegens die Kultstatus besitzen. Diese große Felsplattform ragt aus den Steilwänden ganze 604 m über dem Fjord hinaus.

Für ganz Abenteuerlustige (ohne Höhenangst) ist sie, wie bereits angedeutet, ein beliebtes Ausflugsziel. Der Aufstieg dauert, je nach den Gegebenheiten, zwei bis vier Stunden und lohnt sich wirklich. Der Ausblick von der Felsenkanzel „Preikestolen“ auf die Fjordlandschaft ist fantastisch und wird von über 100.000 Besuchern im Jahr zelebriert.

Das bis auf 1.100 Meter Höhe ansteigende Plateau des Kjerag liegt am Ende des Fjordes. Versierte Wanderer können es in einer Zeitspanne von drei bis viereinhalb Stunden erklimmen. Die Attraktion ist ein auf 5 Tonnen geschätzter schwerer runder Felsbrocken „Pulpit Rock“ genannt, der in einer tiefen Spalte einklemmt ist. Für ein Foto stehen viele Wagemutige auf dem Brocken oder springen sogar in die Luft. Diese Erlebnisse sind sicher unvergesslich.

Der Dom in Stavanger

Die Domkirche ist eines der ehrwürdigsten Baudenkmale der Stadt, dessen romanisches Langhaus bis Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut worden ist. Um 1300 wurde der gotische Chor angebaut. Im Inneren beeindruckt mit reichem Schnitzwerk eine Barockkanzel aus dem Jahre 1658. Ein kleiner Markt, mit einigen Souvenir-Ständen, befindet sich vor der Kathedrale.

Museen für Erdöl und Konserven

Konservenfabriken für Fisch waren eine der wichtigsten wirtschaftlichen Grundlagen der Stadt. Heute ist das geförderte Nordseeöl noch wichtiger, um den Reichtum zu erhalten. Die Geschichte der Erdöl- und Erdgasförderung Norwegens wird im Ölmuseum von Stavanger anschaulich dargestellt. Es ist vom Hafen aus zu Fuß erreichbar.

Viel Vergnügen!

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