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Lissabon auf eigene Faust

Die Einfahrt in den Hafen von Lissabon ist einmalig. Vorbei an der Statue Cristo Rei, die über der Stadt wacht geht es unter der Brücke des 25. April zu den Anlegern der Stadt. Und wer bei der Durchfahrt an Brasilien und die Christus-Statue denkt, der liegt nicht ganz falsch. Immerhin hat der damalige Erzbischof von Lissabon nach einem Besuch Rio de Janeiros die katholische Kirche überzeugen können ebenfalls eine Christus-Statue auf der gegenüberliegenden Seite Lissabons zu errichten. Und auch die Brücke des 25. April soll durchaus Assoziationen an die Golden-Gate Bridge wecken.
Lisssabon Hafen

Lissabon Hafen


Je nach Größe des Schiffs ist der Anlegeplatz unmittelbar an der Brücke des 25. April oder aber etwas weiter Flussaufwärts unterhalb der Altstadt von Lissabon. Egal welcher Anlegeplatz für das Schiff bestimmt ist – Lissabon ist aus allen Perspektiven schön. 

Zusätzlich liegen die Kais in direkter Nähe zur Innenstadt, so dass man auch zu Fuß die Stadt direkt erkunden kann. Allerdings gibt es immer wieder Menschen die über die vielen steilen Anstiege der Stadt vollkommen überrascht sind. 

Lissabon ist auf vielen kleinen und sieben großen Hügel. Dabei hat man die beste Aussicht vom Miradouro da Senhora do Monte, der sich auf dem 226 Meter hohen Hügel Garca befindet. Ein Tag in Lissabon ist mit vielen Stufen gepflastert, aber gleichzeitig bietet die Stadt an jeder Ecke fantastische Einblicke.

Sehenswürdigkeiten

Was gibt es für Kreuzfahrer in Lissabon alles zu entdecken?

Mosteiro dos Jeronimos

Beginnen sollte man mit dem weltberühmten Kloster „Mosteiro dos Jeronimos“, das umgangssprachlich auch als Hieronymitenkloster genannt wird.

Vom Anleger unter der Brücke sind es nur wenige Minuten Fußweg und Kreuzfahrer sollten diesen kurzen Weg auch nutzen um ein wenig die Stimmung der Stadt aufzusaugen.

Das Kloster ist eines der bedeutendsten Bauwerke der portugiesischen Spätgotik und ist in das Weltkulturerbe aufgenommen worden. Im Kloster befinden sich u.a. die Sakrophage von Vasco da Gama und Fernando Pessoa – einem der bedeutendsten Dichter Portugals.

Zu beachten ist, dass das Kloster stark besucht ist und nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern hineingelassen wird. Daher sollte ein Trip durch Lissabon als erstes hier starten. Wer etwas Zeit mitbringt, der kann auch direkt das archäologische Museum besuchen, welches im angrenzenden Gebäudeteil untergebracht ist.

Mosteiro Dos Jeronimos

Torre de Belem

In direkter Nähe zum ehemaligen Kloster befindet sich auch das Torre de Belem. Dieses bekannte Wahrzeichen der Stadt liegt unmittelbar am Tejo und spiegelt die goldene Zeit Portugals wieder. Das Bauwerk stammt aus dem Jahr 1521 und diente in dieser Zeit als Leuchtturm, der die anlaufenden Schiffe im Hafen begrüßen sollte. Zu dieser Zeit gab es auf der gegenüberliegenden Seite einen zweiten Leuchtturm, der aber bei dem großen Erdbeben von 1755 zerstört wurde. Vom Torre de Belem hat der Besucher eine wunderbare Sicht auf die Stadt und den Tejo.
Torre De Belem

Praça do Comércio

Wer Lissabon richtig erleben will, der sollte die Stadt vom Praça do Comércio erkundigen.

Liegt das Schiff unterhalb der Altstadt, dann ist der Platz nur wenige Minuten zu Fuß erreichbar.

An dieser Stelle noch ein kleiner Tipp. Der Platz ist wunderschön und erste Anlaufadresse für Touristen. Allerdings lassen sich die Gastronomen diese Besonderheit auch entsprechend vergüten. In den vielen Seitenstraßen und Gassen gibt es das gleiche Angebot – allerdings für einen Bruchteil des Preises.

Praca Do Comercio 1186240 640

Castelo de Sao Jorge

Zu Fuß geht es jetzt rechts hoch Richtung Castelo de Sao Jorge, die über der Stadt thront. Der Weg kann ein wenig mühsam sein, aber er lohnt sich in jedem Fall. Links und rechts gehen kleine Gassen ab und es lohnt sich in die ein oder andere Bar zu schauen. Nicht selten haben diese nach hinten einen offene Terrasse mit Blick auf den Hafen und die Altstadt. Ist die Burg erreicht, sollte man unbedingt die Paar Euro investieren und die Burganlage erkunden.
Castelo De Sao Jorge

Carros eléctricos de Lisboa

Zurück geht der Weg jetzt von der Burg mit der Straßenbahn. Die gelb-schwarzen Wagen muten an wie Relikte aus einer längst vergangenen Epoche – aber hier täuscht der erste Anschein – die Fahrzeuge habe alle moderne Antriebstechnik. 

Unterhalb der Burg fährt die Linie 28 ab. Die Straßenbahnlinie ist das Synonym für die Straßenbahnen in Lissabon. Es geht mit der Linie hinab und dabei geht es mitunter sehr steil und vor allem sehr eng zu. Besonders spektakulär ist das Passieren zweier Bahnen, denn es sind nur wenige Zentimeter zwischen den Straßenbahnen. 

Carros Electrico

Bairro Alto

Die Linie 28 fährt dann auf der gegenüberliegenden Seite den Hügel wieder hoch und erklimmt die Bairro Alto. Hier sollten Kreuzfahrer wieder aussteigen und die andere Seite der Stadt zu Fuß erkunden. 

Hier gibt es viele Bars und Cafes, die zu einer Ruhepause einladen. An dieser Stelle noch etwas zu den Preisen. Lissabon gilt noch als günstiges Reiseziel und wer etwas abseits der touristischen Hotspots etwas essen und trinken möchte, der wird angenehm überrascht sein. 

Aber auch Einkaufen lässt sich auf dieser Seite der Stadt besonders gut.

Wer am Abend in der Altstadt essen möchte, der ist in der Bairro Alto richtig aufgehoben. Die vielen Restaurants haben in der Mehrheit Tische in den Gassen und somit erlebt man die Stimmung der Stadt hautnah. Auch hier sind die Preise immer noch moderat und es empfiehlt sich auch immer zum Essen einen portugiesischen Rotwein zu genießen.

Lassen Sie sich hier gerne inspirieren. Und in einer lauen Sommernacht schmeckt der Rotwein doppelt gut.

Alfama

In der Alfama – der Altstadt unterhalb des Castelo de São Jorge – gibt es in vielen Bars auch den Fado zu hören. Die traurig melancholische Melodie mit der Stimmung der Nacht zieht dabei jeden in den Bann.

Meeresmuseum

Wer es etwas futuristischer mag, der findet auf dem alten Expo-Gelände eine großes Shopping-Center und das wirklich sehenswerte Meeresmuseum. 

Das Museum ist um ein riesiges Bassin herumgebaut und Besucher können über mehrere Etagen auf denen die unterschiedlichen Klimazonen behandelt werden, einen fantastischen Blick in das gigantische Aquarium genießen. Das Meeresmuseum ist bequem mit der U-Bahn zu erreichen.

Elevador de Santa Justa

Ein absolute Muss für jeden Lissabon-Besuch ist eine Fahrt mit dem Elevador de Santa Justa. Dieser wohl bekannteste Aufzug der Welt fährt von der Unterstadt hoch in die Bairro Alto von wo aus man wunderbar durch die Gassen streifen kann. 

Für den Fahrstuhl benötigt man eine Fahrkarte, wobei der Einzelfahrschein relativ teuer ist. Wer in jedem Fall die Nutzung der Straßenbahnen geplant hat, kann mit einer Tageskarte deutlich sparen und den ÖPNV in Lissabon genießen.

Elevador De Santa Justa

 

Sonstiges

Ebenso bekannt sind die steilen Straßenbahnen der Stadt. Dabei befindet sich ein Fahrzeug auf der Berg- an anderes auf der Talstation. Auch wenn die Fahrt recht kurz ist, eindrucksvoll ist es in jedem Fall, wenn sich beide in der beide in der Mitte passieren. Imposant auch der Blick nach unten, der zeigt, wie steil die Strecke tatsächlich ist.

Wer Lissabon einmal alternativ erleben will, der kann auch einmal eine Fahrt entlang der Promenade mit einem Tuk-Tuk unternehmen. Dabei handelt es sich um Mopeds, die hinten eine Sitzbank für zwei Personen haben und mit denen sich auf luftige Weise ebenfalls die Stadt erkunden lässt.

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