Le Havre auf eigene Faust

Die französische Stadt Le Havre am Ärmelkanal, unmittelbar an der Mündung der Seine, bietet sich für Kreuzfahrer besonders für eine Erkundung auf eigene Faust sehr gut an.

Zum einen ist sie eine sehr interessante Stadt. Schließlich wurde sie nicht umsonst aufgrund ihrer außergewöhnlichen modernen Architektur zum UNESCO Weltkulturerbe erhoben.

„Poesie in Beton“ hat einer der berühmtesten Stadtarchitekten Auguste Perret Le Havre einmal genannt. Die Stadt hat tatsächlich etwas sehr Besonderes, auch wenn das nicht gleich auf dem ersten Blick erkennen ist.

Sie ist eine Wiege des Impressionismus, eine Kunststadt, ein Ort der Geschichte, eine weltoffene Hafen-und Handelsstadt und außerdem ein Seebad. Und zum anderen liegen hier die touristischen Highlights nicht all zu weit voneinander entfernt und das ermöglicht es, viele Fassetten der Stadt auf einem Ausflug erkunden.

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Der Kreuzfahrthafen von Le Havre

Kreuzfahrtschiffe legen im Hafen von Le Havre am Kreuzfahrtterminal Roger Meunier oder am Quai Pierre Callet an. An beiden Anlegestellen gibt es ein Hafengebäude mit einer Touristeninformation und verschiedenen Läden.

Mobil in Le Havre

Shuttlebus und Taxis

Bis zum Rathausplatz in der City sind es rund 2,5 Kilometer. Ein öffentlicher Shuttlebus bringt die Touristen bequem und relativ preiswert dort hin. Natürlich gibt es auch einen Taxistand.

Mietwagen

Wer einen Mietwagen möchte, findet im Terminalgebäude am Quai Pierre Callet eine Filiale von RENTACAR. Außerdem können Interessierte Fahrräder mieten und mit ihnen ihren Stadtausflug unternehmen.

Straßenbahn

Am Ende des Stadtstrandes von Le Havre am Porte Océane befindet sich die Endhaltestelle der beiden Straßenbahnlinien der Stadt. Beide führen durch die Innenstadt über den Rathausplatz und vorbei am Justizpalast, am Bahnhof und an der Universität.

Auch auf einer solchen Straßenbahnfahrt kann Le Havre entdeckt werden. Das Ticket für den Shuttlebus ist gleichzeitig auch Tagesfahrkarte der Straßenbahn.

Sehenswürdigkeiten

Wer Le Havre besucht, muss aber im Vorfeld eines wissen: Er wird eine historische Altstadt mit monumentalen Kirchen und Palästen, mit alt-normannischen Häusern und engen Gassen nicht finden.

Leider wurde die Stadt im 2. Weltkrieg zu über 80 Prozent zerstört und musste nach dem Kriegsende praktisch völlig neu aufgebaut werden. Deshalb ist sie weitgehend wie ein Schachbrett angeordnet, hat breite und lange Boulevards und vorherrschend rechtwinklige Betonbauten mit großen Grünflächen dazwischen.

Der Charme der farbigen Eisen-Betonbauten erschließt sich vielleicht erst auf den zweiten Blick, aber dann ist Le Havre eine sehr sehenswerte Stadt.

Rathausplatz im Stadtzentrum

Eine der bedeutenden Sehenswürdigkeiten Le Havres ist der Rathausplatz im Stadtzentrum. Er ist mit 250 Metern Länge und 200 Metern Breite der größte Rathausplatz Frankreichs. Umgeben ist er von mehreren zehngeschossigen Hochhäusern und vielen dreistöckigen Gebäuden mit Flachdächern.

Das wuchtige Rathaus hat einen 72 Meter hohen Turm und ist wie alle Gebäude rings um den Platz auch von Auguste Perret geplant. Schön gestaltete Blumenrabatten und große Wasserspiele bringen Farbe und Frische auf den Platz.

Kirche Saint Joseph

Ganz in der Nähe liegt die Kirche Saint Joseph. Auch sie wurde erst nach dem Krieg auf den Trümmern eines zerstörten Gotteshauses neu aufgebaut und ist nicht nur Kirchenbau sondern auch Mahnmal gegen Kriege.

Besonders interessant ist der 107 Meter hohe Turm mit seinen vielen kleinen farbigen Fenstern. Er ist als oben offenes Oktagon, gekrönt von einer sogenannten Dachlaterne, gestaltet. Genau unter der Turmöffnung befindet sich der Altar. Die Kathedrale Notre-Dame dagegen ist eines von wenigen alten Bauwerken von Le Havre. Sie stammt aus dem 16.Johrhundert.

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Kathedrale Notre-Dame

Markthalle – Les Halles Centrales

Unmittelbar neben Saint Joseph liegt Les Halles Centrales, die große Markthalle der Stadt, ein Must für alle, die das bunte Treiben an den vielen unterschiedlichen Marktständen lieben und auf Schnäppchenjagd gehen wollen.

Docks Vauban

Ein ganz anderes Einkaufserlebnis bietet Docks Vauban, Das große Einkaufszentrum befindet sich in ehemaligen zum Hafen gehörenden Lagerhallen für Zucker, Kaffee und Baumwolle.

Schwimmbad – Les Baines des Dock

Gar nicht weit von Docks Vauban gibt es ein sehr außergewöhnliches Schwimmbad, ein Geheimtipp für alle großen und kleinen Wasserratten. Les Baines des Dock ist 5.000 Quadratmeter groß und einem altrömischen Thermalbad nachempfunden.

Seilbahn

Eine weitere Sehenswürdigkeit von Le Havre ist die Seilbahn, die das Stadtzentrum mit der Rue Félix Faure auf der Hochebene verbindet. Von dort oben bietet sich ein sehr schöner Blick über die Stadt und den Hafen und auf die vor Anker liegenden Kreuzfahrtschiffe.

Hängenden Gärten von Le Havre

Außerdem können die Hängenden Gärten von Le Havre besichtigt werden. Hier wachsen über 3.000 verschiedene Pflanzenarten im Freien und in zahlreichen thematisch gegliederten Gewächshäusern. Die alte einspurige Standseilbahn überwindet in rund 3 Minuten einen Höhenunterschied von knapp 80 Metern.

Kanalspaziergang am Bassin du Commerce

Wer einfach nur mal schön spazieren gehen möchte, kann dies am Bassin du Commerce tun. Der große Kanal liegt direkt in der Innenstadt und führt zum Kulturzentrum der Stadt, Le Volcan. Auch der 2 Kilometer lange Stadtstrand lohnt einen Spaziergang. Zum Baden ist der Kiesstrand zwar nicht besonders gut geeignet, aber er bietet verschiedene Sport-und Spieleinrichtungen, den größten öffentlichen Skaterpark Frankreichs und Gelegenheit, die vielen Windsurfer zu bestaunen.

Hafenrundfahrt

Natürlich ist auch der Hafen von Le Havre sehr interessant. Schließlich ist er der zweitgrößte Hafen Frankreichs. Wer die Gelegenheit hat, sollte unbedingt eine Hafenrundfahrt machen. Sie beginnt und endet am Jachthafen der Stadt, am Le Havre Port de Plaisance, Boulevard Clémenceau).

Ausflug nach Honfleur

Honfleur

Bei genügend Zeit lohnt sich auch ein Abstecher nach Honfleur, der auf dem anderen Ufer der Seine liegenden Nachbarstadt. Der hier an der Mündung sehr breite Fluss wird von der Pont de Normandie überspannt, der größten Schrägseilbrücke Europas.

Das kleine Städtchen Honfleur ist nicht zerstört worden wie Le Havre und mit seinen pittoresken Häusern, den kleinen Gassen und den Resten einer historischen Befestigungsanlage am Alten Hafenbecken ein reizvoller Ort und Touristenmagnet.

Mit dem Auto braucht man nach Honfleur kaum 30 Minuten, es besteht aber auch die Möglichkeit mit dem öffentlichen Bus zu fahren, der für die Strecke ca. 1 Stunde braucht.

Seebad Etretat

Etwa 27 Kilometer von Le Havre entfernt liegt Etretat, ein malerisches Seebad an einer der wenigen flachen Strände an der ansonsten hohen Steilküste. Besonders bekannt ist es durch die es einrahmenden gewaltigen Fels-Klippen. Claude Monet und Gustave Courbet haben sie auf berühmten Bildern verewigt.

Etretat

Badeort Deauville

Deauville

Noch etwas weiter südlich liegt der mondäne Badeort Deauville. Hier haben viele wohlhabende Pariser eine Zweitwohnung. Die schön restaurierten normannischen Holzhäuser sind ebenso interessant, wie die hölzerne Strandpromenade des Planches. Der Strand von Deauville ist sehr schön, breit und sandig.

Video: Le Havre Besuch mit der AIDAPerla

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