St. George’s auf eigene Faust

St. George’s (Grenada) auf eigene Faust (Tipps für Kreuzfahrt Landausflug)

St. George´s, ist die Hauptstadt der Karibik-Insel Grenada, die zur Inselgruppe der Kleinen Antillen gehört. Sie liegt etwa 200 Kilometer vor der Küste Venezuelas und ist rund 35 Kilometer lang und etwa 19 Kilometer breit.

Im Jahr 1650 von den Franzosen gegründet, wurde sie erst von den Holländern erobert und nach verschiedenen Kämpfen zwischen den Franzosen und Engländern im Jahr 1783 britisch. Heute ist sie ein eigenständiger Staat und Mitglied des Commonwealth of Nations.

Die Inselhauptstadt liegt an den Hängen einer großen hufeisenförmigen Bucht und gilt zu Recht als eine der schönsten karibischen Hafenstädte überhaupt. Die an die Hügel geschmiegten bunten Kolonialbauten, das viele Grün und die gemütlich im Hafenbecken schaukelnden Jachten und Boote sind sehr malerisch.

Ein weiteres Plus: St. George´s ist eine nicht sehr große und beschauliche Stadt. Nur etwa 7.000 Menschen leben hier, auf der gesamten Insel knapp 110.000. Auch wenn St. George´s über einen sehr modernen Hafen für Kreuzfahrtschiffe verfügt, ist sie noch längst nicht so überlaufen wie viele anderen karibischen Hafenstädte und auch das macht ihren besonderen Reiz aus.

Für Landausflüge ist die Stadt und ihr Umland ideal und es gibt auch sehr viel zu entdecken. Da sind zum einen gleich drei alte Forts, die über der Stadt thronen oder die Kirche St. Andrew´s und die alten Lagerhäuser am Hafen. Aber natürlich sollte jeder Besucher von St. George´s unbedingt auch einen Bummel über den Marktplatz machen und in das bunte Treiben eintauchen.

Der Hafen von St. George`s

Am Pier des Mellville Street Cruise Terminals, ist Platz für je zwei größere Kreuzfahrtschiffe, kleinere können direkt am Stadtpier (Inner-Harbour) vor Anker gehen.

Wenn hin und wieder zur gleichen Zeit noch ein weiteres größeres Kreuzfahrtschiff nach Grenada kommt (was aber nicht oft geschieht), dann geht es vor dem Hafen vor Anker und die Passagiere werden mit Booten in dem Stadthafen an Land gebracht. In allen Fällen braucht man keinen zeitaufwändigen Schiffs-Shuttle in die Stadt. Aufgrund der überschaubaren Größe von St. George´s und der ganzen Insel Grenada kann man viele Ziele ganz bequem zu Fuß erreichen.

Wer darüber hinaus eine etwas weiter entfernte Sehenswürdigkeit auf eigene Faust erkunden möchte, findet in unmittelbarer Nähe sowohl Taxis als auch Wassertaxis. Auch der öffentliche Nahverkehr mit kleinen Bussen ist empfehlenswert.

Diese Busse fahren in alle Richtungen über die Insel und mit ein wenig Überredungskunst und gegen einen kleinen Aufpreis macht der freundliche Busfahrer gern auch einmal einen kleinen Umweg.

Zur Stadterkundung kann man auch sehr gut den Grenada Discovery Train, einen kleinen Straßenzug nutzen. Er dreht seine insgesamt 45-minütige Runde durch die Stadt und man kann an verschiedenen Haltestellen zu-und aussteigen.

Der Start und Zielpunkt liegt direkt der Einkaufspassage am Cruise Center und mit dem Fahrpreis erhält man gleichzeitig kostenlosen Zutritt zum Nationalmuseum und zum Fort George.

Die 12 empfehlenswertesten Sehenswürdigkeiten in und um St. George´s

1. The Carenage

Carenage grenada

So heißt der Stadthafen, der von den alten georgischen Lagerhäusern aus dem 18.Jahrhundert eingerahmt ist. Ihre Architektur ist außergewöhnlich. Man kann eine sehr schöne Promenade direkt am natürlichen Hafenbecken entlang machen.

Die vielen Jachten aber auch Fischer-und Frachtboote zu beobachten, macht viel Spaß. Und daneben gibt es etliche Restaurants und Bars mit karibischen Flair und schmackhaften Spezialitäten.

2. Die Altstadt von St. George´s und die Esplanade Mall

Vom Kreuzfahrtschiff-Pier aus kommt man durch eine Einkaufspassage, die Esplanade Mall Hier gibt es in den Duty Free Shops alles, was das Herz der Shopping-Liebhaber begehrt und außerdem auch mehrere Restaurants und Bars.

Sie ist normalerweise vom Montag bis Samstag von 7.00 bis 19 Uhr offen, aber wenn ein Kreuzfahrtschiff vor Anker liegt, wird kurzerhand auch mal Sonntags geöffnet. Gleich hinter der Esplanade Mall beginnt die malerische Altstadt.

Viele Besucher sagen, dass die die Hügel hinaufführenden steilen Straßen sie an San Franzisco erinnern. Aber sie haben einen ganz eigenen Charme durch den Kontrast der Häuser in allen Regenbogenfarben und dem vielen Grün der kleinen Gärten.

Die meisten Häuser sind aus Lavasteinen erbaut, weil die früheren Holzhäuser in der Vergangenheit öfter durch Stadtbrände zerstört wurden und die Steinhäuser den manchmal heftigen Stürmen der Region besser standhalten.

Ein gemütlicher Rundgang durch die Altstadt dauert etwa 3 Stunden. Anschließend kann man noch auf das unmittelbar über der Stadt liegende Fort George besichtigen.

3. Fort George, Fort Frederick und Fort Matthew

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Fort Geroge

Das 1705 von den Franzosen erbaute Fort George ist eines der Wahrzeichen der Insel Grenada und liegt auf einem steilen Felsen oberhalb der Stadt. Mit ein wenig Klettern ist es leicht erreichbar. Man kann sich allerdings auch hinauf fahren lassen.

Das alte Gemäuer selbst, in dem sich heute eine Polizeischule befindet, ist nicht besonders spektakulär aber der grandiose Ausblick auf die Stadt und den Hafen lohnt die kleine Mühe auf jeden Fall.

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Fort Frederick

Fort Frederick liegt etwas weiter weg von der Stadt und etwas höher auf dem Richmond Hill und ist strategisch perfekt gelegen. Man erreicht es am besten mit dem Taxi. Auch hier ist er Ausblick in die Umgebung ein Traum.

Außerdem erwähnenswert sind die Marktstände im Innenhof, an denen einheimische Bäuerinnen besonders die Gewürze der Insel verkaufen. Ein paar hundert Meter nördlich von Fort Frederick liegen die Überreste vom Fort Matthew. Auch von dort hat man gute Ausblicke.

4. Der Markt von St. George

markt gewuerze grenada

Auf keinen Fall sollte man sich einen Spaziergang über den täglichen Markt von St. George’s entgehen lassen. Hier herrscht die typische karibische Lebensfreude und Spontanität. Einheimische Händler bieten lautstark und gut gelaunt vor allem regionale Produkte und Spezialitäten, aber auch schöne Urlaubs-Souvenirs an.

5. Die Museen von St. George´s

Nur etwa 5 Minuten zu Fuß vom Kreuzfahrtschiffs-Anleger liegen in der Young Street die beiden Museen von St. George´s. Das nicht sehr große aber interessante Grenada Nationalmuseum zeigt interessante Details über die Geschichte der Insel Grenada, angefangen von den Ureinwohnern, über die Einnahme durch die Europäer bis in die Neuzeit.

Ganz in der Nähe, ebenfalls in der Youngstreet liegt das Schokoladenmuseum. Hier wird der Weg vom Anbau der Kakao-Bohnen bis zur fertigen Schokolade gezeigt und man kann auch tolle Schokolade-Spezialitäten kaufen.

Nicht direkt ein Museum, sondern eine Schau-Destillerie liegt im Süden der Insel. Die River Antoine Distillery in der Nähe des Kratersees Lake Antoine, gilt als die älteste mit Wasserkraft betriebene Schnapsbrennerei der Karibik. Hier wird seit 1785 mit Hilfe einer Wassermühle Zuckerrohr zerquetscht und daraus traditionell Rum gebrannt. Gegen einen kleinen Eintrittspreis kann man eine Führung erhalten, Rum verkosten und auch das eine oder andere Fläschchen kaufen.

6. Die Gewürzplantagen von Grenville und Gouyave und der Fischmarkt

Gar nicht weit von St. George´s entfernt liegt das Städtchen Grenville. Auch hier gibt es einen sehr lebendigen quirligen Markt. Aber auch ein Besuch der Plantagen lohnt sich in jedem Fall.

Hier werden Ananas und Bananen angebaut, stehen Kakaobäume und Brotfruchtbäume. Aber auch exotische Gewürze wie Zimt, Piment, Gewürznelken, Vanille und Muskatnuss sind hier zu finden. Schließlich heißt Grenada ja nicht umsonst „The Spicy Island“- also Gewürzinsel. Neben den Plantagen lohnt sich auch ein Besuch der Gewürzfabrik von Grenville.

Die Straße entlang der Westküste führt nach Gouyave. Auch dieses Fischerdorf steht im Zeichen der Gewürze. Man kann zum Beispiel ganz genau verfolgen, wie Muskatnüsse angebaut, geerntet und weiter verarbeitet werden.

Außerdem hat Gouyave immer am Freitag einen großen Fischmarkt, auf dem die Bewohner sich mit fangfrischen Fisch eindecken. Das Gewusel dabei ist absolut sehenswert.

7. Der botanische Garden, Bay Garden und Laura´s Herb and Spice Garden

Der botanische Garten liegt etwa 5 Kilometer von der Hauptstadt entfernt im Vorort St. Paul´s auf dem Gelände einer ehemaligen Zuckermühle. Hier findet sich neben Bananenstauten und tropischen Bäumen eine beeindruckende Anpflanzung von Strelitzien. I

m Süden Grenadas in Saint David Parish liegt Laura´s Herb and Spice Garden. Dort werden sehr interessante Führungen angeboten, auf denen man sehen kann, wie Kakao, Vanille, Pfeffer, Zimt, Gewürznelken, Kaffee, Ananas, und vieles mehr wachsen. Für Pflanzenfreunde ist dieser Garden ein schönes Erlebnis.

8. Die Strände rund um St. George´s

Der nächstgelegene Traumstrand liegt etwa 3 Kilometer südlich von St.George´s und heißt Grand Anse Bay. Er ist etwa 3 Kilometer lang und hat den herrlichsten weißen Sandstrand, den man sich vorstellen kann. Entlang des Strandes gibt es einige große Hotelanlagen und viele Restaurants. Lokale Anbieter ermöglichen diverse Wassersportarten.

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Grand Anse Beach

Wem es am Grand Anse Beach zu voll ist, dem bieten sich in der Umgebung weitere Möglichkeiten wie zum Bourne Rouge Beach. Er liegt in einer geschützten Bucht und ist besonders flach abfallend. Deshalb ist er besonders für Nichtschwimmer und Kinder geeignet. US-Dollar.

Schöne Strände sind auch der Morne Rouge Beach, der Levera Beach und der Sauteurs Beach. Am Magazine Beach kann man sehr gut Schnorcheln. Südlich von St.George´s liegen die Prickly Bay und die Mount Hartmanns Bay mit dem sehenswerten Yachtzentrum „The Moorings“.

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Zu allen genannten Stränden kann man sich direkt vom Kreuzfahrtschiff-Terminal oder vom inneren Stadthafen aus mit dem Wassertaxi bringen lassen. Die Fahrt ist nicht teuer und macht riesigen Spaß. Natürlich kommt man auch über Land zu den schönen Stränden und hat dabei noch die Möglichkeit, einige malerische Fischerdörfer zu entdecken.

9. Die Wasserfälle von Grenada

Die Insel Grenada hat etliche sehenswerte Wasserfälle, die nicht weit von St. George´s entfernt sind. Einer von ihnen ist der Annandale Wasserfall. Hier springen oft junge Einheimische für einen Dollar von Felsen ins eiskalte Wasser des natürlichen Sammelbeckens. Ein tolles Fotomotiv, aber nicht zum Nachahmen zu empfehlen.

Anders ist es bei den Concord-Wasserfällen etwa 14 Kilometer nördlich der Stadt. Hier können Touristen im untersten Becken der Kaskade von Wasserfällen baden. Von den Wasserfällen führt ein toller Wanderweg quer durch den Regenwald zum Grand Etang See. Man braucht aber einige Stunden für den Ausflug. Auch die Seven Sisters-Wasserfälle lohnen einen Besuch.

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Concord Wasserfäle

Die sieben kaskadenartig zu Tal stürzenden Fälle sind auf einen etwa 90 minütigen Fußweg quer durch den Regenwald des Grand Etang Nationalparks zu erreichen, Es gibt aber auch eine befahrbare Straße bis in die Nähe der beiden unteren Fälle.

10. Der Unterwasser-Skulpturenpark in der Moliniere Bay

Er liegt nur einige Kilometer nördlich des Kreuzfahrthafens. Der britische Künstler Jason deCaire Taylor hat ihn geschaffen. Er hat auch in anderen Teilen der Welt ähnliche spektakuläre Projekte geschaffen, zum Beispiel in Nassau (Bahamas) und und in Cancun (Mexiko) oder auf Lanzarote.

Wenige Meter unter der Wasseroberfläche befinden sich etwa 80 Skulpturen. Sie bilden eine Art künstliches Riff und es ist ein ganz besonderes Erlebnis, dort zu tauchen oder zu schnorcheln.

11. Der Grand Etang Nationalpark

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Etwa 12 Kilometer vom Kreuzfahrt-Terminal entfernt liegt der Grand Etang Lake, ein kleiner Kratersee. Rund um diesen See wurde ein Nationalpark angelegt.

Es gibt eine Besucherzentrum, ein Restaurant und einen großen Parkplatz. Der Name des Restaurants ist Monky Bar. Das kommt von den Mona-Meerkatzen, einer seltenen Affenart, die im Park lebt. Vom Besucherzentrum aus gibt es verschiedene Wanderwege durch den Park.

Je nach der Zeit, die man hat, kann man zwischen Wanderwegen von 30 Minuten bis zu vier Stunden wählen. In 1 bis 2 Stunden ist der Kratersee umrundet. Ein längerer Weg führt auf den Mount Qua Qua, den zweithöchsten Berg von Granada. Die üppige tropische Vegetation des Parkes bezaubert die Besucher aus aller Welt.

12. Der Levera National Park

Er liegt an der touristisch noch wenig erschlossenen Nordküste Grenadas, dort wo die Karibik und der Atlantik aufeinandertreffen. Hier findet man noch ruhige und weitgehend unverbaute Strände und es herrscht eine tolle Brandung.

Mit etwas Glück kann man hier noch die seltenen Lederrücken-Schildkröten bei der Eiablage beobachten. Auch für Kajak-Touren und für Surfer ist die Gegend ideal.

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