Piräus auf eigene Faust (mit Tipps für Athen)

Bereits seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. ist Piräus ein bedeutender Hafen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Athen das Gebiet leicht südwestlich der Stadt zu einer imposanten Hafenbefestigung ausgebaut, um so die Kontrolle über die Ägäis zu stärken.

Heute zählt Piräus zu den größten Passagierhäfen der Welt und ist auch ein sehr beliebter Anlegehafen für Kreuzfahrtschiffe.

Von Piräus aus werden zahlreiche Ausflüge nach Athen, die Hauptstadt Griechenlands, angeboten. Hier kann man Geschichte hautnah erleben. Die Akropolis mit ihrer antiken Bebauung ist nach wie vor eines der Symbole, welches für die Entwicklung der Demokratie steht. Doch auch zahlreiche Museen, antike und mittelalterliche Gebäude oder das einzigartige Stadtbild Athens laden zum Erkunden ein.

Neben Ausflügen nach Athen kann selbstverständlich auch Piräus selbst auf eigene Faust erkundet werden. Hier ist insbesondere der Hafen selbst zu nennen, aber auch das Archäologisches Museum und das Schiffsmuseum sind einen Besuch wert.

Der Kreuzfahrthafen von Piräus


In Piräus finden sich drei unterschiedliche Hafenterminals für Kreuzfahrtschiffe. Hier können in Summe elf Schiffe gleichzeitig vor Anker liegen. Die meisten großen Kreuzfahrtschiffe legen an Terminal A Miaoulis an. Dieses Hafenterminal liegt besonders nahe am Stadtzentrum von Piräus.

Seltener werden die Terminals B Themistocles und Terminal C Alkimos genutzt, welche etwas weiter außerhalb liegen.

Sollte Piräus der Ausgangshafen für eine Kreuzfahrt sein, erfolgt die Anreise in aller Regel über Athen. Vom Flughafen Athens gibt es zahlreiche Möglichkeiten, zum Hafen zu gelangen. Am einfachsten ist es, wenn die Reederei einen eigenen Hafentransfer anbietet. Über diese Möglichkeit sollten Sie sich im Vorhinein informieren.

Doch auch per Taxi, Bus oder sogar mit der Metro kann der Hafen von Piräus erreicht werden.

Metro

Von der Ankunftshalle am Flughafen müssen Sie in etwa 10 Minuten zur Metrostation zu Fuß gehen. Nehmen Sie nun die Linie M3 (Blaue Linie), steigen sie bei der Haltestelle Monastiáki in die M1 (Grüne Linie) und fahren Sie nun bis zur Endstation Piräus. In Summe sollten Sie für die Anreise per Metro in etwa eine Stunde einplanen.

Bus

Direkt vor dem Terminal für ankommende Flugzeuge findet sich eine Haltestelle der Buslinie X96. Diese verkehrt direkt zwischen Flughafen und Hafen. Ein Bus fährt je nach Tageszeit und Wochentag alle 15 bis 30 Minuten. Die Fahrt wird in etwa eineinhalb Stunden in Anspruch nehmen.

Piräus auf eigene Faust erkunden

Die Umgebung zum Kreuzfahrthafen Piräus kann sehr gut auf eigene Faust erkundet werden. Manche Sehenswürdigkeiten sind binnen weniger Minuten zu Fuß oder per Bus erreichbar.

Folgt man der großen Zufahrtsstraße zum Hafen erreicht man binnen kürzester Zeit sowohl der Archäologische Museum Piräus als auch die St. Nicholaos Kirche.

Möchte man einmal die Halbinsel überqueren, um beispielsweise zu den an der Südseite befindlichen Steinstränden zu gelangen, sollte man in etwa eine halbe Stunde Fußmarsch einkalkulieren.

Sehenswürdigkeiten Piräus in Hafennähe

piraeus hafen

Hafen von Piräus – der Haupthafen Kantharos

Über 17 Millionen Passagiere verkehren jährlich im Hafen von Piräus. Der Hauptanteil hiervon entfällt auf die zahlreichen Fährverbindungen, deutlich weniger auf die großen Kreuzfahrtschiffe. Doch auch als Frachthafen ist Piräus von Bedeutung.

Immerhin ist der Hafen der viertgrößte Container-Umschlag-Platz Europas, der wichtigste Frachthafen am Mittelmeer. Dementsprechend gibt es im Hafen von Piräus immer etwas zu sehen. Die Organisation, aber auch der architektonische Aufbau eines solch gewaltigen Hafens ist faszinierend.

Archäologische Museum Piräus

Nur wenige Gehminuten vom Hafen entfernt findet sich das Archäologische Museum Piräus. Im Gelände des Museums können auch die Ruinen eines antiken Theaters besichtigt werden.

Die Sammlung umfasst Objekte der griechischen Geschichte, welche aus mykenischer Zeit bis in die römische Kaiserzeit hineinreichen. Ein besonderes Hauptaugenmerk wird selbstverständlich auf die Bedeutung des Hafens in der Antike gelegt.

Löwe von Piräus

piraeus loewe

Auf der Landzunge Akra Alkimos steht ein mächtiger Marmorlöwe. Die Statue wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. angefertigt und thronte über dem Hafen Piräus. Im 17. Jahrhundert wurde das Original durch die Republik Venedig erbeutet und außer Landes geschafft.

In Piräus selbst wurde inzwischen eine Kopie der Statue aufgestellt, um so das antike Stadtbild etwas wiederzubeleben.

Umgebung von Piräus

Kein Aufenthalt in Piräus ist ohne einen Ausflug in die Hauptstadt Griechenlands komplett. Das Zentrum von Athen liegt nur wenige Kilometer entfernt und kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln binnen einer Stunde erreicht werden. Hier sind vor allem die Metro (Linie M1) und der Bus (Linie X80) zu empfehlen.

Selbstverständlich finden sich vor jedem der drei Kreuzfahrtterminals größere Taxistände. Wer keine Lust auf eine längere Suche nach einem Taxi hat, kann sich auch vorab eine Fahrt nach Athen buchen.

Sehenswürdigkeiten in Athen und Umgebung

Fortbewegung in Athen

Die meisten Sehenswürdigkeiten finden sich in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum Athens. Es ist hier einfach möglich, sich zu Fuß fortzubewegen.

Für größere Distanzen bietet sich die gut ausgebaute Metro hervorragend an. Auch Busse können genutzt werden. Es ist jedoch empfehlenswert, sich hier im Vorhinein im Detail zu informieren. Eine gute Alternative stellen spezielle Sightseeing-Touren dar.

Zahlreiche Agenturen bieten verschiedenste Varianten an. Vor allem die Hop-On-Hop-Off-Touren sind sehr beliebt und bieten die Möglichkeit, Athen individuell auf eigene Faust zu erkunden und dennoch über eine gewisse Mobilität zu verfügen.

Akropolis von Athen

athen akropolis

Das Bild von antiken Bauten, welche auf einer mächtigen Erhebung über der Stadt Athen thronen, ist weltweit bekannt.

Die Akropolis von Athen ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Welt. Hier finden sich die Ruinen des Parthenon, einen der größten und eindrucksvollsten Tempel der griechischen Antike. Doch auch die Ruinen des Erechteion, des Nike-Tempels und weiterer antiker Gebäude prägen das Bild der Akropolis.

Neben einem eindrucksvollen Einblick in die historische Blütezeit Griechenlands kann von der Akropolis auch ein wunderbarer Blick über die moderne Stadt genossen werden.

Akropolismuseum von Athen

Unmittelbar unterhalb der Akropolis liegt das Akropolismuseum. Hier werden zahlreiche Exponate ausgestellt, welche in direktem Zusammenhang mit dem antiken Zentrum der Stadt stehen. Besonders hervorgehoben ist hier der kunstvoll gestaltete Fries, welcher am Parthenon angebracht war. Manche der zugehörigen Platten wurden 1801 von Großbritannien erworben und sind nun im British Museum ausgestellt.

Seit Jahren herrscht hier Uneinigkeit, ob dieses kulturelle Gut Griechenland zurückgegeben werden soll oder nicht. Aktuell sind daher im Akropolismuseum von den fehlenden Stücken gekennzeichnete Kopien der Originale ausgestellt.

Archäologische Nationalmuseum

Dieses Museum gilt als die wichtigste Sammlung von Objekten der griechischen Antike weltweit. Über mehrere Jahrtausende der menschlichen Geschichte sind hier eindrucksvoll ausgestellt. Vor allem in den Bereichen der Vasenmalerei oder der Skulpturenkunst zeigt das Archäologische Nationalmuseum einzigartige Meisterwerke. Kein Ausflug nach Athen ist vollständig ohne einen Besuch im Nationalmuseum.

Antike Agora

athen agora

Das Wort Agora könnte als Marktplatz übersetzt werden. Es steht für eine große freie Fläche, welche in der Antike als Markt- und Versammlungsplatz gedient hat. Die Gebäude, welche diese Fläche eingegrenzt hatten, besaßen eine besondere Bedeutung.

Meist waren hier wichtige öffentliche Verwaltungsbauten aber auch religiöse Gebäude und Tempel vorhanden. Auch bei der Agora Athens können verschiedene Sakralbauten, Verwaltungsbauten, eine antike Bibliothek, Brunnenhäuser und zahlreiche Säulenhallen besichtigt werden.

Areopag

Etwas mehr als 100 Meter hoch ist der Areopag genannte Felsen, welcher sich inmitten des Stadtbilds von Athen erhebt. Hier soll in der Antike der Rat der Stadt getagt haben. Auch heute wird das oberste Gericht Griechenlands Areopag genannt, allerdings finden dessen Sitzungen nicht mehr auf diesem Hügel statt. Heute ist hier ein Aussichtspunkt errichtet, welcher einen fantastischen Blick über die gesamte Stadt bietet.

Diverse weitere antike Monumente

In Athen finden sich zu viele eindrucksvolle Bauten aus antiker Zeit, um sie allesamt im Detail zu beschreiben. Zu diesen zählen unter anderem:

  • Das Dionysostheater
  • Die römische Agora
  • Der Turm der Winde
  • Das Odeon
  • Die Hadriansbibliothek
  • Der Keramaikos

Kolonaki

In diesem Viertel von Athen liegen viele Museen, aber auch internationale Botschaften. Es gilt als ein gutbürgerliches Viertel, welches auch in der Künstlerwelt große Bedeutung findet. Dementsprechend sind hier zahlreiche architektonisch wertvollen Bauten mit kunstvollen Verzierungen und Bauschmuck vorhanden. Dieses Nebeneinander verschiedenster Architekturstile gibt dem Viertel einen ganz eigenen Charme und lädt zum Flanieren ein.

Olympische Sportanlagen

Athen war der Austragungsort der Olympischen Spiele der Jahre 1896, 1906 (Zwischenspiele) und 2004. Viele Wettkämpfe fanden im Kallimarmaro-Stadion statt. Dabei handelt es sich um ein antikes Stadion, welches im 19. Jahrhundert anhand der modernen Anforderungen umgebaut und erneuert wurde. Weitere Wettkämpfe fanden im Zappeion oder im Athens Olympic Sports Complex statt.

Akademie von Athen

Hierbei handelt es sich um einen Gebäudekomplex in welchem die Nationalbibliothek, die Akademie und die Universität von Athen untergebracht sind. Errichtet wurde der Komplex gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Alle Gebäude sind im spätklassizistischen Stil gehalten. Ebenfalls Teil des Komplexes ist die katholische Bischofskirche sowie mehrere kleinere Gebäude, welche keine öffentlichen Einrichtungen beherbergen.

Historische Kirchenbauten

In Athen finden sich neben antiken Zeugnissen auch zahlreiche Gebäude aus dem Mittelalter. Hier ist vor allem der starke osmanische Einfluss sehr gut zu beobachten. Als Beispiele sind hier die byzantinischen Kirchen Hagioi Theodoroi oder die Kapnikarea-Kirche aus dem 11. Jahrhundert Aber auch die beiden Klöster Daphni und Kaisariani zu nennen.

Video:“Grenzenlos – Die Welt entdecken“ in Athen

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